Presse
| St. Georg |
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Ausgabe 06/2007 |
Der Traum Showreiten
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Einmal bei den ganz großen Shows wie Cavaluna oder Apassionata selbst mitreiten - ein Traum vieler Pferdefans. Wie auch von Petra Stoltefuß. Ein kleines Stück ist sie ihrem Ziel schon näher gekommen: Sie durfte beim Equitana-Showcup zeigen, wie viel Talent in ihr steckt. Unauffällig wischt sich Petra Stoltefuß ihre feuchten Hände an der Hose ab. Sie hat Lampenfieber. In zwei Stunden wird die 32-Jährige mit ihrem andalusischen Hengst Completo beim Equitana Showcup in der Halle sechs auftreten – der Halle, wo am Wochenende die Profis von Cavaluna vor etwa 5500 Zuschauern ritten. Die Barockreiterin, die hauptberuflich in einem Großhandel für Industrie- und Gaststättenbedarf arbeitet, hat schon einige Schaubilder bei Veranstaltungen vorgeführt, doch ihr heutiger Auftritt ist etwas Besonderes. Unter den Stapeln Bewerbungen wurde sie neben vier weiteren Pferdefans ausgewählt, heute in der größten Arena der Messe aufzutreten. Petra Stoltefuß hat zwar schon vor zwei Jahren an dem Showcup teilgenommen – der aus ihrer Sicht gut lief – doch heute ist sie so aufgeregt wie beim ersten Mal. „Eigentlich mag ich Wettbewerbe nicht so gerne, weil man dabei so unter Leistungsdruck steht", erklärt die 32-Jährige aus Unna. „Aus diesem Grund bin ich kein Turniertyp, sondern führe lieber Schaubilder auf." Dass sie heute beim Showcup auch benotet wird, nimmt Petra Stoltefuß jedoch gerne in Kauf. Wann hat man schon einmal die Chance, vor solch einem Publikum zu reiten. „Außerdem weiß ich dann, wo ich stehe", erklärt die Barockreiterin. Auf die Note an sich kommt es ihr dabei gar nicht so sehr an. Vielmehr erhofft sie sich Tipps, was sie verbessern kann. Und wer könnte ihr da besser weiterhelfen als Herbert Stein, der neben der Dressurreiterin Britta Schöffmann in der Jury sitzt und selbst bei der Equitana Hop-Top-Show Cavaluna mitreitet. Bei ihrem ersten Equitana-Auftritt hat die 32Jährige spanische Impressionen gezeigt, für heute hat sie die Lektionen spanischen Schritt, Pirouetten und fliegende |
Galoppwechsel in eine Kurzgeschichte verpackt: „Die Funken des Glücklichseins" nennt sich die Geschichte, in der Petra zunächst eine böse Reiterin spielt, die durch die Funken einer Tänzerin in eine gute Reiterin verwandelt wird. Zusammen mit ihrer Freundin, die sehr gut tanzt, will sie diese Nummer aufführen. Mehrere Tage lang hat eine professionelle Schneiderin an den Kostümen der beiden gesessen.
Wischmopp statt Trense
Bis zum Auftritt ist streng geheim, was die anderen Teilnehmer zeigen. Eine Frau mit Putzkittel, blauen Strumpfhosen und einem Wischmopp führt ihren Araberschimmel aus der Box. Ohne Sattel und Trense läuft sie zum Abreitezelt – was sie wohl aufführen wird? Spanisches Outfit: Completo bekommt ein weißes Mähnenband. Mit zwei Helferinnen bereitet Petra ihren Hengst auf die Show vor, die Zeit drängt: Zöpfe flechten, ein weißes Mähnenband einbinden, Schweif verlesen, putzen, satteln, trensen. Im Abreitezelt vor Halle sechs ist die Hölle los. 18 Vierbeiner vom Islandpferd bis hin zum Saddlebred werden auf ihren Auftritt vorbereitet – und das Zelt ist mit etwa 20 mal 20 Metern nur halb so groß wie eine normale Reithalle. Petra schlängelt sich mit Completo durch die anderen Pferde hindurch. Erst als die Isländer für ihren Auftritt beim Töltwettbewerb die Halle verlassen haben, greift sie zu ihrem wichtigsten Ausrüstungsstück: der Garrocha. Die drei Meter lange Holzlanze war ursprünglich verlängerter Arm und Arbeitsgerät der berittenen Kuhhirten. Heute wird sie für die Show genutzt. Petra hält die Lanze mal waagerecht in der einen Hand, mal sticht sie sie in den Boden und galoppiert fast auf der Stelle um die Holzstange herum –immer noch mit einer Hand an der Lanze. 40 bis 50-mal hat die Barockreiterin ihre Nummer geübt, gleich ist ihr großer Auftritt. Sie eröffnet mit ihrer Kurzgeschichte den Showcup.
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Nichts anmerken lassen
Erst strahlt der Scheinwerfer nur die Tänzerin an, dann kommen Petra und Completo durch das große Hallentor in die Arena galoppiert. Die Tribüne ist halb besetzt, etwa 2000 Pferdefans sehen zu. Completo zeigt fliegende Galoppwechsel um die Tänzerin herum, in Pirouetten dreht er sich um die eigene Achse und auch der spanische Schritt, bei dem das Pferd die Vorderbeine weit nach vorne hinaus streckt, gelingt – und all dies reitet Petra mit einer Hand, schließlich hält sie in der anderen die Garrocha. Dass Petra viel Wert auf sauberes Reiten legt, bringt ihr Punkte ein. Bei der reiterlichen Note bekommt sie eine 7,5. Doch als sich Completo verbeugen soll, klappt dies nicht. Sie versucht es immer wieder, ohne Erfolg. Ein Punkt, den Richter Herbert Stein ankreidet: „Bei einer Show darf man es nicht zu oft probieren." Wenn es nicht funktioniert, macht man einfach weiter im Programm. Das gibt Abzüge in der künstlerischen Note: 7,0. Die Jury hat keine leichte Aufgabe, die Schaubilder sind ein bunter Mix: Die blonde Frau mit den Strumpfhosen zeigt eine Freiheitsdressur, bei der sie mit ihrem Wischmopp den Araber durch die Halle dirigiert. Ein Mann mit Perücke traversiert auf einem Kaltblut durch die Arena, das Fjordpferde-Showteam ist in Affen-, Löwen- und Zebrakostüme geschlüpft und zeigt Zirkuslektionen mit ihren Norwegern. Die A-Note wird also nicht nur für das Reiter-liehe verwendet, sondern allgemein für die Harmonie zwischen Pferd und Mensch. Und die wird bei der Teilnehmerin Christine Konrad besonders hoch benotet. Sie zeigt eine Freiheitsdressur mit ihrem Schimmel, der nicht nur auf Kommando steigt, sondern auch rückwärts geht, wenn seine Besitzerin hinter ihm steht und ihm auf die Kruppe tippt. Das Publikum johlt und applaudiert. So laut war es während des Showcups bei keiner Aufführung. Christine Konrad gewinnt mit einer Gesamtnote von 18,5. Hinter so einem Schaubild steckt allerdings auch lange, harte Arbeit: Zehn Jahre lang hat die Tierärztin für diese Freiheitsdressur trainiert.
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| Pferdemarkt |
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Ausgabe Jan/Feb 2007 |
Erstklassiges Showprogramm in Dortmund
Erstklassiges Showprogramm in Dortmund |
In den Dortmunder Westfalenhallen feierte eine neue Messe Premiere: die erste Hund & Pferd. Die Veranstalter verwöhnten die 75 000 Besucher mit einem vielseitigen Unterhaltungs- programm. Der Boden bebt unter dem Trommelwirbel der Hufe. Den Zuschauern stockt der Atem, als ein bis an die Zähne bewaffneter Ritter hoch zu Ross in die Arena stürmt. Dann taucht ein zweiter mittelalterlich gekleideter Kämpfer auf, und schon klingen die Schwerter. Spiel oder Ernst? Da kann man sich nicht sicher sein bei der verwegenen Stunt-Showtruppe Ars Equitandi. Auch die Ostseequadrille sorgt für Gänsehaut. Im positivsten Sinne. Zwölf majestätische Friesen- hengste brillieren in einer barocken Dressurquadrille der Extraklasse. Manfred Claus und sein Team ernten Standing Ovations. Anschließend verwandeln die rasanten Reiterspiele |
der Mounted Garnes die Messehalle in einen wahren Hexenkessel - La-OlaWelle inklusive. Aber auch Freunde leiser Töne kommen auf ihre Kosten. Fasziniert lassen sich die Besucher von Fritz Krümmel und Diego in die Welt der spanischen Rinderarbeit entführen. Das Team Viva el Caballo um Petra Stoltefuß vereint hohe Reitkunst und Flamenco zu einer genussvollen Einheit. GH sorgt mit Ihren steigenden Andalusiern für bewundern- des Raunen. Reiterliche Meisterleistungen werden auch von der Melange Baroque geboten: Passage, Piaffe. Travers und Renvers begeistern das fachkundige Publikum. Und das zollt auch dem Deutschen Friesen- pferdezuchtverband kräftigen Applaus, der die Friesen in einer fantastischen Piraten-Quadrille präsentiert. Ein historischer Landauer und andere Kutschen-Raritäten finden ebenso Anklang wie die spritzigen Fahrbilder der IG Welsh. Einer der über 12 000 auf der Messe anwesenden Hunde fährt hinten in der Kutsche mit. Und auch beim Horse & Dog Trail von Sabine Lang geht es um Reitbegleit- hundeausbildlung.
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Mit der Deutschen Quarter Horse Association geht es weiter. 15 Rinder werden in die Bahn getrieben, zu sehen gibt es nun temp- eramentvolles Cutting. Auch Altmeister Peter Kreinberg wird von seinen Fans für eine Westterndressur mit gebiss- loser Zäumung gefeiert. Linda Tellington-Jones, Nathalie Penquitt und Heinz Welz erweisen sich ebenfalls als Publikumsmagneten. Sie zeigen nicht nur im Showring ihr Können. sondern sind auch an allen drei Tagen hautnah für die Besucher da. Linda Tellington-Jones demonstriert den berühmten TTouch an Hunden und Pferden, und Natalie Penquitt lässt Hund und Pferd gemeinsam den Spanischen Schritt inszenieren. Die Vielfalt der auf der Messe vertretenen Pferderassen bringt einige Besucher ins Grübeln. „Ich habe eigentlich immer Quarter Horses geritten, doch seitdem ich vorhin dieses arabische Halbblut unter dem Westernsattel gesehen habe, könnte ich mir vorstellen umzusteigen", überlegt Herbert Schweren aus Unna. Er ist nicht der Einzige, dem es die vom Verband der Züchter und Freunde des arabischen Pferdes (VZAP) präsentierten Edelpferde angetan haben. Dortmund wird vom 12. bis 14. Oktober 2007 wieder Treffpunkt der Hunde- und Pferdefreunde bei der zweiten Hund & Pferd sein. |
 Gelungene Verbindung: „Viva el Caballo" präsentiert hohe Reitkunst und rassigen Flamenco. |
| WAZ |
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24. Sep. 2006 |
Spanische Showstars mit langen Mähnen
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Von Flamenco bis Zuchtschau: Andalusier Gestüt Caballos de la luz in Selbeck veranstaltet ersten Tag der offenen Tür. Gitarrenklänge hallen durch die Stallungen - immer wieder unterbrochen vom Wiehern der Pferde. Über den Hof weht der Duft von frischer Paella. Auf dem Gestüt Caballos de la luz an der Stooter Straße ist an diesem Sonntag - abgesehen vom Wetter - spanisches Flair angesagt. Seit 2001 züchten Simone und
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Arnd Lienert in Selbeck Andalusier. Beim ersten Tag der offenen Tür konnten Besucher jetzt die ersten Ergebnisse bewundern. Die haben meist sehr lange Mähnen und ein gelb-rotes Schleifchen an der Trense. Auch der Rappschimmel Regalo wurde herausgeputzt. Das Fell glänzt im Licht der Reithalle, mit geblähten Nüstern trabt er erhobenen Hauptes an den Zuschauern vorbei. Der Dreijährige gehört zu den ersten Pferden, die auf dem Gestüt gezogen wurden und ist schon ganz Showstar. Als "dynamisch und harmonisch"beschreibt Simone Lienert den Junghengst und meint damit sowohl seinen Körperbau als auch seine Bewegungsabläufe. Szenekenner nicken zustimmend: Hier ist alles so wie es in der Zucht gewünscht wird. Während Regalo durch die Halle trabt, macht sich vor der Tür Bettina Moldenhauer-Bruns warm. Zusammen mit Petra Stoltefuß auf ihrem Pferd Hungara tanzt sie Flamenco - klar, bei einem Spanien-Event darf der nicht fehlen. "In den letzten Jahren hat das Interesse an spanischen Pferden stark zugenommen", erzählt Lienert. |
Wie sie sich den Trend erklärt? "Die Tiere überzeugen durch ihren souveränen Charakter und ihre Rittigkeit", sagt die Züchterin. Was ihr Wesen betrifft überzeugten andalusische Pferde durch ihre Gelassenheit. Vom aufbrausenden Temperament, das man südländischen Menschen nachsagt, sei bei den Tieren nichts zu spüren. Nur Regalo darf sich noch aufregen. Schließlich ist er erst drei Jahre alt und steckt sozusagen noch in den Kinderhufeisen. Wer genug gesehen hat von den südländischen Vierbeinern, der macht Pause bei Oliven und Schinken aus Spanien. Die Paella kocht "Hacki". Der kommt nicht aus Spanien, sondern aus Reutlingen - das liegt ja auch im Süden. 24.09.2006 von Andrea Hoymann |
| Reiter Revue |
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Ausgabe 5 / 2006 |
Local Hero
Sie sind nicht berühmt, aber bekannt. Sie haben keine Spitzenkracher, aber sie sind trotzdem jahrelang erfolgreich. In der NRW AKTUELL-Serie Local Hero stellen wir Pferdemenschen vor, die sich durchgebissen haben. Mit Pferden, bei denen viele die Klamotten längst hingeschmissen hätten, ohne Sponsoren, ohne teure Ausbilder - einfach nur mit Engagement und Horsemanship. Die Barockpferdereiterin Petra Stoltefuß
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Zur Reiterin: Petra Stoltefuß, Jahrgang 1975, auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern aufgewachsen, hatte immer schon mit Tieren zu tun. Und ganz früh mit Pferden. Mit vier Jahren ging es vorne auf dem Sattel mit Schwester Heidi ab ins Gelände. Sechsjährig bekam sie ihr erstes Pony: Lotty war schneeweiß und ein Shetty. Eines hat sie mit Sicherheit von ihr gelernt: das Fallen. Bei Pony-rennen hing sie hin und wieder fast unter dem Bauch, weil "Lottty" das Feld mit den Runkeln bevorzugte. Mit der feinfühligen Araber Stute lmagine entdeckte Stoltefuß die Leidenschaft zur Dressur und auch zu den iberischen Pferden. So nahm sie regelmäßig Unterricht bei Gerold und Anja Stecher in Soest. Zum Pferd: Completo ist ein elfjähriger brauner P.R.E.- Hengst mit 1,52 Meter Stockmaß aus der Region Malaga.
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Spezialgebiet: Spanischer Schritt und Pirouetten. Gesucht und Gefunden: 1999 machte Stoltefuß einen Reiturlaub in Spanien. Obwohl sie eigentlich nicht auf der Suche nach einem Pferd war, schaute sie sich um die 20 Andalusier an. Einige Tage vor der Abreise, eher auf den zweiten Blick, sah sie den damals fünfjährigen Completo. Er war braun, aber sie wollte einen Schimmel. Nach zähen Verhandlungen konnte sie ihn dann kaufen. Mit ihm trainierte sie bei Diego Dorninguez Reina. Completo entpuppte sich als Genie: "An Erscheinung und Ausstrahlung büßt er nicht einen Zentimeter ein." Petra über Completo: Er ist die Verlässlichkeit in Person. Ein echter Gentlemen - absolut feinfühlig und umgänglich. Nobel von Kopf bis Fuß. Macke: Er ist ein Pingel in Bezug auf Wasser. Im Stall ist er grundsätzlich der Chef. |
Completo über Petra: "Sie kennt mich ganz genau und fällt auf meine Tricks nicht mehr rein.". Erfolge: Das Reitabzeichen Kl. III, zahlreiche Showauftritte auf Messen und Turnieren.. Zuhause: Paddock-Box bei Familie Stoltefuß in Unna.. Besondere Vorlieben: Möhren, frische Luft und dabei alles im Blick haben.. By the Way: Auf dem Hof La Tienda Viva el Caballo der Familie Stoltefuß gibt es einen Shop mit portugiesischer, spanischer und klassischer Ausrüstung. Außerdem ist Petra Stoltefuß mit Completo buchbar... Infos: ... |
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